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Marion Schrod-Heine, Senior Partnership und Event Managerin, F.A.Z. Institut

Senior Partnership und Event Managerin

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Auf den Punkt: Larissa Pohl

  • 18. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Sie sagt, die Branche diskutiert zu viel und zu selten das Richtige. Larissa Pohl glaubt nicht an Selbstläufer, sondern an Verantwortung und Fokus. Als Präsidentin des GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen) vertritt sie die führenden Agenturen Deutschlands – und setzt klare Positionen. Sieben Fragen zu Haltung und Entscheidungen.


Welches Gespräch führt die Branche nicht, obwohl es längst überfällig ist?

Larissa Pohl: Wir führen viel zu viele Diskussionen. Ein wenig Fokus würde der Sache eher guttun. Unsere Branche ist in der größten Transformation ihrer Geschichte, Geschäftsmodelle verändern sich. Das sollten wir diskutieren.


Was haben Sie lange für wahr gehalten – und irgendwann einfach losgelassen?

Larissa Pohl: Dass Dinge von alleine passieren, weil es logisch und klar erscheint. Ich habe das Gegenteil getan, nicht losgelassen, sondern zugepackt.


Umdenken ist das Wort der Stunde. Wie geht das eigentlich wirklich?

Larissa Pohl: Umdenken klingt einfach, ist es aber nicht. Es heißt, mit (lieb gewonnenen) Routinen oder immer bestehenden Regeln zu brechen. Wir alle kennen das, wenn wir über Ernährungsumstellungen sprechen. Im Geschäftsleben ist es noch viel schwieriger, man agiert anders als zuvor und das wirft Fragen auf. Ich versuche, das Ziel immer vor Augen zu haben, um nicht zurückzufallen in „So funktionierte es doch immer“.


Sie haben Psychologie studiert und führen heute Agenturen. Bei welchen Themen vermissen Sie den Menschen im Mittelpunkt?

Larissa Pohl: Wir arbeiten zwar mit sehr viel Technologie, aber im Mittelpunkt stehen Menschen. Auf allen Seiten: Kunden, Agenturen und Konsumenten.


Der GWA hat ein Female-led Collective gegründet. Was bekommen Frauen in dieser Branche noch immer nicht, obwohl alle sagen, das Problem sei gelöst?

Larissa Pohl: Gleichberechtigung.


Was lernen Sie gerade und warum das?

Larissa Pohl: Das ist einfach. Ich lerne Spanisch. Ich liebe die Sprache, kann es nur rudimentär und komme mir immer vor wie Giovanni Trapattoni mit „Flasche leer“, wenn ich etwas rüberbringen möchte.


Wenn Sie nicht Kommunikatorin wären, was dann?

Larissa Pohl: Ich glaube, ich hätte Jura studiert. Oder hätte einen Bike-Shop. Oder eine Hundepension. Oder. Oder. Oder … so viele tolle andere Optionen. Aber ich bin gerne in der Kommunikation und deswegen mach ich auch keinen anderen Job.





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